Der Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung wird 2012 teurer
In der gesetzlichen Krankenversicherung wird die Höhe der Versicherungsbeiträge anhand des Einkommens und dem gesetzlich vorgeschriebenen Prozentsatz errechnet. Wenn jemand ein besonders hohes Einkommen hat, zum Beispiel als gutverdienender Angestellter, ist der monatliche Beitrag jedoch begrenzt. Wäre der Beitrag nicht begrenzt, würden die Versicherungsbeiträge stark in die Höhe steigen.
Die Begrenzung errechnet sich anhand dem gesetzlichen Krankenkassensatz und der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze. Die Beitragsbemessungsgrenze wird meist jährlich verändert, so dass sich die Änderung auch auf den eigenen Beitrag auswirken kann. Aus der Berechnung ergibt sich der Höchstbeitrag, den man als gesetzlich Versicherter zahlen muss, wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze verdient.
Auch in diesem Jahr wurde die Bemessungsgrenze wieder erhöht, was auch eine Erhöhung des Versicherungsbeitrags hervorbringt, sofern man in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert ist. Der GKV-Beitragssatz blieb jedoch stabil.
Aufgrund der Änderung erhöht sich für gesetzlich Versicherte der Höchstbeitrag der GKV auf 688,50 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Steigerung in Höhe von 2,94 Prozent. Eine besonders hohe Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze gab es von 1992 in das Jahr 1993. Damals betrug die Steigerung sogar 5,88 Prozent.
Um die Abhängigkeit von dem Gesetzgeber und den enormen Beiträgen zu umgehen, hat man die Möglichkeit in die private Krankenversicherung zu wechseln. Dort werden die Versicherungsbeiträge für jede Person individuell berechnet. Die Höhe ist hier unter anderem von dem Eintrittsalter und den gewünschten Leistungen abhängig. Die Leistungen kann ein Interessent vor der Antragsstellung genau bestimmen. Bei einem Versicherungsvergleich werden beispielsweise mehrere Versicherungen miteinander verglichen, so dass man sich ein optimales Angebot heraussuchen kann.
Erst dieses Jahr wurde bei den gesetzlichen Krankenkassen ein Überschuss im Milliardenbereich festgestellt. Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze ist für viele Verbraucher daher nicht verständlich. Gutverdiener würden sich daher eher an einen günstigeren Beitrag erfreuen und sich eine Absenkung der Grenze wünschen. Viele Versicherten werden zudem mit der Zahlung eines Zusatzbeitrags bestraft. Dies kann man umgehen, indem man in eine finanzstarke Krankenkasse wechselt.
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